20.04.2007

Erfolgreiches 2006

Gränichen/Zürich, 20. April 2007 – Die international im Bereich Raumklima (Heizkörper und Komfortlüftung) tätige Zehnder Group erzielte 2006 einen Umsatz von 427,4 Mio. EUR, was einem 11prozentigen Wachstum entspricht. Der Reingewinn stieg um 7 Prozent auf 29,9 Mio. EUR. Den Aktionären soll eine um CHF 4 auf CHF 50 erhöhte Dividende ausgeschüttet werden.

Hohes Umsatzwachstum in 2006

Die erfreuliche Wirtschaftsentwicklung, die in den meisten europäischen Ländern auszumachen war, sorgte für ein positives Umfeld und eine robuste Baukonjunktur. Diese günstigen Rahmenbedingungen sowie der milde Winter wirkten sich positiv auf die Nachfrage aus und resultierten in einem breit abgestützten Umsatzwachstum von 11 Prozent auf 427,4 Mio. EUR. Mit Ausnahme von Frankreich, dem wichtigsten Markt der Zehnder Group, trugen alle Länder dazu bei. Ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichneten Italien, UK, China, die Schweiz, die iberische Halbinsel und Russland, aber auch kleinere Märkte wie Österreich und Polen.

Erfreulicherweise nahmen auch die Verkaufserlöse unserer deutschen Verkaufsgesellschaften wieder zu. Sie hatten in den vergangenen 10 Jahren unter einem starken Marktrückgang gelitten. Verhalten war hingegen die Umsatzentwicklung in Holland, wo Medienberichte über schlecht ausgeführte Installationen den Absatz von Wärmerückgewinnungsund Ventilationsgeräten temporär dämpften. Darunter litt auch unsere Tochtergesellschaft J.E. StorkAir, das führende europäische Unternehmen für Luftmanagement.

Die Umsatzerhöhung 2006 beruht zu vier Fünftel auf Mengenwachstum und zu einem Fünftel auf der erstmaligen Konsolidierung akquirierter Gesellschaften.

Mengenmässig partizipierten – mit Ausnahme der elektrischen Radiatoren und der Wärmerückgewinnungsgeräte – alle Produktgruppen am Wachstum. Am deutlichsten stieg der Absatz von Aluminiumradiatoren und von Deckenheiz- und Kühlsystemen.

Erfolgreiche Innovation

Die Investitionen in Sachanlagen wuchsen im Berichtsjahr um 12 Mio. EUR auf 27,8 Mio. EUR. Die markante Zunahme ist auf Neubauprojekte in den USA und der Schweiz zurückzuführen.

Daneben tätigte die Gesellschaft umfangreiche Vorleistungen in die Entwicklung von Informatiksystemen, Produkten und Technologien.

Der Mittelfluss aus Geschäftstätigkeit von 49,7 Mio. EUR (Vorjahr 48,5 Mio. EUR) erlaubte die vollumfängliche Eigenfinanzierung sämtlicher Investitionen.

Per Jahresende beschäftigte Zehnder Group 2’950 Mitarbeitende, wovon knapp 9 Prozent in der Schweiz arbeiteten.

Gute Kapazitätsauslastungen

Die gestiegenen Volumen führten zu einer spürbar besseren Kapazitätsauslastung, was sich günstig auf die Ertragentwicklung auswirkte. Aufgrund des milden Winters lag die Auslastung denn auch deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Demgegenüber beeinflussten die markant höheren Kosten für Aluminium die Ertragsentwicklung ungünstig, da wegen des intensiven Wettbewerbs diese nicht vollumfänglich und erst zeitlich verzögert auf die Verkaufspreise überwälzt werden konnten. Wegen der ungenügenden Ertragslage wurde auf diesem Geschäftsbereich eine Wertberichtigung (Impairment) vorgenommen.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wuchs um 7 Prozent auf 38,3 Mio. EUR, was einer Marge von 9 Prozent entspricht (Vorjahr 9,3 Prozent). Der Reingewinn (1) betrug 29,9 Mio. EUR (Vorjahr 28,1 Mio. EUR), was dem zweitbesten Ergebnis in der Geschichte der Zehnder Group entspricht. Der Gewinn lag damit deutlich über der Prognose per Jahresmitte, die noch von einem Gewinnrückgang ausgegangen war.

Der auf die Aktionäre der Zehnder Group entfallende Gewinn pro Aktie (2) stieg von 95 EUR auf 102 EUR (+ 7 Prozent).

Angesichts der Turbulenzen auf den Rohstoffmärkten und angesichts der Vorleistungen in verschiedene Bereiche ist die Geschäftsleitung – trotz des Margenrückgangs – mit dem Ergebnis 2006 zufrieden.

Kerngesunde Bilanz

Die Bilanzsumme erhöhte sich auf 381,2 Mio. EUR (Vorjahr 357,3 Mio. EUR). Das Eigenkapital (3) nahm auf 214,2 Mio. EUR zu (Vorjahr 203 Mio. EUR), was einer soliden Eigenkapitalquote von 56 Prozent entspricht.

Auf der Aktivseite weist die Bilanz keine Goodwill-Position aus, da dieser bei Anfall jeweils direkt mit dem Eigenkapital verrechnet wird.

Die verzinslichen Schulden inklusive der Finanzleasingverbindlichkeiten beliefen sich per Jahresende auf 25,2 Mio. EUR. Diesen Finanzschulden standen liquide Mittel von 92,6 Mio. EUR gegenüber, woraus sich eine quasi unveränderte Nettoliquidität von 67,4 Mio. EUR ergab. Die Geschäftsleitung beabsichtigt, dieses Liquiditätspolster für Akquisitionen zu verwenden – ohne dabei die klar definierten, strengen Akquisitionskriterien zu vernachlässigen.

Stabile Kapitalstruktur

Das Aktienkapital beträgt wie im Vorjahr 29,34 Mio. CHF und setzt sich aus 243'900 Inhaberaktien (Nominalwert 100 CHF) und 247'500 Namenaktien (Nominalwert 20 CHF) zusammen. Die Inhaberaktien sind an der Schweizer Börse (SWX) kotiert und entsprechen rund 83 Prozent des Kapitals.

Die nicht kotierten Namenaktien sind im Eigentum der Familien Zehnder oder ihnen nahe stehenden Personen.

Erhöhung der Dividende – Wiederwahl in den Verwaltungsrat

Auf der Basis des Gewinns pro Aktie von 102 EUR schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung deshalb eine um 4 CHF erhöhte Dividende von 50 CHF vor. Dies entspricht einer unveränderten Ausschüttungsquote von 31 Prozent. Damit setzt Zehnder Group die seit Jahren praktizierte «ertragsorientierte Dividendenpolitik bei stabiler Ausschüttungsquote » fort.

Mit der kommenden Generalversammlung endet das Verwaltungsratsmandat von Paul Meier. Paul Meier stellt sich zur Wiederwahl.

Ausblick 2007

Erfreulicherweise haben die Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften des französischen Werks Vaux kurz vor Jahresende 2006 die seit zwei Jahren auf dem Tisch liegende Vereinbarung unterzeichnet. Damit kann die Reorganisation (Abbau von ca. 80 Stellen) endlich umgesetzt werden. Die Vereinbarung ermöglicht auch eine höhere Flexibilität beim Personaleinsatz.

Im Rahmen der Strategieumsetzung hat Zehnder Group die Aktienmehrheit der schwedischen Freshman AB übernommen. Die Gesellschaft produziert Luftfilter und Luftreinigungsgeräte, beschäftigt 20 Mitarbeiter und erzielte 2006 einen Umsatz von knapp 5 Mio. EUR.

Zehnder Group’s Geschäftsentwicklung wird erfahrungsgemäss massgeblich vom Umsatzverlauf in der Periode Frühsommer bis Winteranfang geprägt. Angesichts der Kurzfristigkeit des Geschäfts (sehr tiefer Auftragsbestand; zwischen Bestellungseingang und Auslieferung der Bestellungen vergehen im Allgemeinen weniger als drei Wochen) sind Aussagen zur Geschäftsentwicklung zum jetzigen Zeitpunkt schwierig.

Obwohl sich die allgemeine Konjunktur gemäss Prognosen leicht abschwächen dürfte, geht die Geschäftsleitung davon aus, dass die robuste Verfassung der Baukonjunktur 2007 anhalten wird. Auf dieser Basis rechnet die Geschäftleitung denn auch mit einer Umsatzzunahme von 5-7 Prozent.

(1) inklusive Minderheitsanteile

(2) ohne Minderheitsanteile

(3) gemäss Swiss GAAP FER; inklusive Minderheitsanteile

René Grieder
Moortalstrasse 1
5722 Gränichen
Schweiz

Chief Financial Officer

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