27.02.2017

Hoher Gewinn dank Einmaleffekt aus Liegenschaftsverkauf in China

Gränichen/Schweiz, 27. Februar 2017 – Die Zehnder Group erzielte 2016 mit 538.9 Mio. EUR ein Umsatzplus von 1% gegenüber dem Vorjahr. Das operative Ergebnis (EBIT) vor Einmaleffekten reduzierte sich von 27.0 Mio. EUR auf 15.1 Mio. EUR. Weitere Restrukturierungskosten von 12.0 Mio. EUR belasteten das EBIT. Ein positiver Einmaleffekt von 40.3 Mio. EUR resultierte aus dem Verkauf der alten Produktionsliegenschaft in China. Das EBIT nach Einmaleffekten belief sich auf 43.4 Mio. EUR und der Reingewinn auf 28.1 Mio. EUR.

Leichte Umsatzsteigerung

Im Geschäftsjahr 2016 konnte die Zehnder Group ihren Umsatz von 533.0 Mio. EUR auf 538.9 Mio. EUR steigern. Dies entspricht einem Wachstum von 1% (organisch und währungsbereinigt +3%). Vom Gesamtumsatz entfielen 466.5 Mio. EUR respektive 87% auf das Segment Europa, das damit auf Vorjahresniveau lag (währungsbereinigt +2%). Vor allem die Umsätze in Deutschland stiegen erfreulich. Auch in den Niederlanden, Italien, Belgien und Polen nahmen die Verkäufe zu. Die für die Zehnder Group wichtigen Märkte Frankreich, Grossbritannien und Schweiz entwickelten sich hingegen negativ. In Frankreich schwächte sich die Nachfrage nach Heizkörpern im zweiten Halbjahr deutlich ab. Gleichzeitig wurden vermehrt die preiswerteren Modelle nachgefragt. In Grossbritannien belastete die Abwertung des britischen Pfunds die Umsätze in Euro. Insgesamt verringerte sich der Erlös aus dem Verkauf von Heizkörpern in Europa um 3% (währungsbereinigt -1%), wogegen bei den Lüftungen ein Wachstum von 5% (währungsbereinigt +7%) erzielt wurde.

Auf das Segment China & Nordamerika entfielen 72.4 Mio. EUR (Vorjahr 67.3 Mio. EUR) respektive 13% des Gesamtumsatzes. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft war 2016 durch eine weitere Verlangsamung geprägt. Dies wirkte sich auch auf die Bauwirtschaft aus. Zudem war der Heizkörpermarkt rückläufig. Dennoch konnte dank dem Wachstum im Bereich Lüftungen der Umsatz in Lokalwährung um 6% gesteigert werden (in Euro -1%). In Nordamerika verzeichnete die Bauindustrie positive Impulse. Ausserdem trug die im Dezember 2015 vollständig erworbene kanadische Gesellschaft dPoint Technologies Inc. zum Umsatzwachstum von 14% bei (organisch und währungsbereinigt +6%).

Operatives Ergebnis von Einmaleffekten beeinflusst

Trotz Mitte 2015 eingeleiteter Restrukturierungsmassnahmen zur Verbesserung der Ertragslage stand die Profitabilität auch 2016 stark unter Druck. Das operative Ergebnis vor Einmaleffekten lag mit 15.1 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 27.0 Mio. EUR. Der Trend hin zu preisgünstigeren Modellen, die ungenügende Auslastung der Heizkörper-Produktionswerke in Frankreich, der Schweiz und in China als auch die Abwertung des britischen Pfunds wirkten sich negativ auf die Margen aus. Zudem wurden zur Stärkung der
Marktposition und zur Ausschöpfung der mittelfristigen Wachstumspotenziale die Ausgaben in Produktentwicklung, Verkauf und Informatik weiter erhöht. Zur Verbesserung der unbefriedigenden Ertragslage wurden weitere Restrukturierungsmassnahmen eingeleitet, welche das EBIT mit Einmalkosten von 12.0 Mio. EUR belasteten. Ein positiver Einmaleffekt von 40.3 Mio. EUR auf das EBIT ergab sich aus dem Verkauf der alten Produktionsliegenschaft in Peking (CN), der Ende 2016 abgeschlossen wurde. Das EBIT nach Einmaleffekten belief sich auf 43.4 Mio. EUR (Vorjahr 5.2 Mio. EUR) und der Reingewinn auf 28.1 Mio. EUR (Vorjahr 0.3 Mio. EUR).

Weitere Optimierungsmassnahmen eingeleitet

Das am 1. Juni 2015 angekündigte umfassende Massnahmenpaket zur Reduktion der Kostenbasis und zur Steigerung von Effizienz, Umsatz und Gewinn wurde im 2016 plangemäss abgeschlossen. 

Die ungenügende Profitabilität, insbesondere im zweiten Halbjahr, zwang die Gruppenleitung jedoch zu weiteren punktuellen Restrukturierungsmassnahmen. So wird unter anderem die Produktion des Badheizkörpers Yucca von Lahr (DE) nach Bolesławiec (PL) verlagert. Das Administrations- und Vertriebsbüro in Täby (SE) wird geschlossen und in den Produktionsstandort in Motala (SE) integriert. Zudem wurde in Europa eine einmalige Wertberichtigung auf Anlagen zur Produktion von Heizkörpern vorgenommen. Die Einmalkosten für die Restrukturierungsmassnahmen von total 12.0 Mio. EUR wurden vollumfänglich dem Ergebnis 2016 belastet.

Starke Bilanz – Anhaltende Investitionen

Die Bilanzsumme betrug Ende Jahr 450.5 Mio. EUR (Vorjahr 435.6 Mio. EUR). Mit einem Eigenkapital von 280.2 Mio. EUR verfügte die Zehnder Group per Jahresende nach wie vor über eine hohe Eigenkapitalquote von 62% (Vorjahr 269.0 Mio. EUR respektive 62%). Die Nettoliquidität nahm im Berichtsjahr von 41.1 Mio. EUR auf 54.1 Mio. EUR zu. Ein Grossteil der Zunahme ist auf die Restzahlung für den Verkauf der alten Produktionsliegenschaft in Peking zurückzuführen. Der Geldfluss aus Betriebstätigkeit reduzierte sich von 31.8 Mio. EUR auf 17.5 Mio. EUR.

Um die Marktposition weiter auszubauen, erhöhte die Zehnder Group ihre Aufwände in Forschung und Entwicklung um rund einen Drittel auf 20.2 Mio. EUR (Vorjahr 15.3 Mio. EUR). Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Werte beliefen sich 2016 auf 28.2 Mio. EUR (Vorjahr 29.4 Mio. EUR). Geografisch lag der Investitionsfokus auf Europa. Hervorzuheben sind die neue Produktionshalle und die Modernisierung der Fertigung von Enthalpie-Wärmetauschern in Reinsdorf (DE), das neue Schulungszentrum am Hauptsitz in Gränichen (CH) und der Erwerb eines Grundstücks in Manisa (TR) zum Bau einer neuen Fabrik für Badheizkörper. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Lösungen im Bereich Lüftungen in China hat der Verwaltungsrat am 24. Februar 2017 beschlossen, in eine neue Fabrik in der Nähe von Shanghai zu investieren.

Personelles

Enrico Tissi scheidet nach 12-jähriger Verwaltungsratstätigkeit per 6. April 2017 aus dem Verwaltungsrat und dem Vergütungsausschuss aus. Da der Verwaltungsrat bereits per 6. April 2016 um die Mitglieder Jörg Walther und Milva Zehnder ergänzt wurde, wird Enrico Tissi im Verwaltungsrat nicht ersetzt. Riet Cadonau wird als neues Mitglied des Vergütungsausschusses vorgeschlagen. Der Verwaltungsrat dankt Enrico Tissi für seine langjährige wertvolle Mitarbeit. 

Dividende

Für das Geschäftsjahr 2016 schlägt der Verwaltungsrat der Generalversammlung die Ausrichtung einer Dividende von 0.95 CHF pro Namenaktie A vor. Dies entspricht einer Ausschüttungsquote von 50% und somit der langfristigen Dividendenpolitik der Zehnder Group, rund 30 bis 50% des konsolidierten Reingewinns nach Minderheitsanteilen auszuschütten.

Ausblick

Die relevanten Märkte bleiben im laufenden Jahr anspruchsvoll. Die makroökonomische Lage ist insbesondere in den für die Zehnder Group wichtigen Absatzländern Frankreich, Grossbritannien und der Schweiz weiterhin sehr fragil. Auf der Beschaffungsseite steigen die Stahlpreise. Gleichzeitig nimmt der Preisdruck der Kunden zu. Die Zehnder Group legt ihren Fokus unvermindert auf die Optimierung ihrer Prozesse und der Kostenstruktur. In Anbetracht der steigenden Nachfrage im Bereich Lüftungen plant die Zehnder Group weitere Investitionen in neue Produkte und Dienstleistungen sowie in die Infrastruktur.

Nächste Termine

Medien- / Analystenkonferenz 3. März 2017
Generalversammlung 2017 6. April 2017
Halbjahresbericht 2017 28. Juli 2017
Jahresumsatz 2017 19. Januar 2018

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René Grieder
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