20.08.2004

Zehnder Group steigert Umsatz und Gewinn im ersten Semester 2004

Gränichen/Schweiz, 20. August 2004 – Die international im Bereich Raumklima (Heizkörper und Komfortlüftungen) tätige Zehnder Group erzielte im ersten Semester 2004 einen um 5 Prozent höheren Umsatz von 174,6 Mio. EUR (Vorjahr: 166,5 Mio. EUR) und einen Reingewinn von 13,0 Mio. EUR (Vorjahr: 7,7 Mio. EUR; + 69%). Das gesteigerte Umsatzvolumen ist fast ausschliesslich auf organisches Wachstum zurück zu führen. In Lokalwährung resultierte ein Umsatzwachstum von 6 Prozent.

Die positive Umsatzentwicklung ist geographisch breit abgestützt. In den meisten der von Zehnder Group bearbeiteten Märkten konnten die Verkaufserlöse gesteigert werden. Überdurchschnittliche Zuwächse wurden dabei in den Mittelmeerstaaten Italien und Spanien erzielt. Aber auch die Benelux-Länder, die USA und die UK trugen überdurchschnittlich zum Wachstum bei.

Eine tiefere, aber positive Wachstumsrate vermeldete die Schweiz, wobei der unterdurchschnittliche Ausweis (in EUR) ausschliesslich auf die Abschwächung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro zurückzuführen ist.

Einen allerersten Hoffnungsschimmer im Geschäftsgang vermag man in Deutschland, dem zweitwichtigsten Markt der Zehnder Group, zu erblicken. Dort scheint sich die Schrumpfungsrate – nach 18 Semestern mit marktbedingt deutlich rückläufigen Verkaufsvolumen – auf tiefem Niveau zu stabilisieren. Branchenkenner gehen davon aus, dass in 2005 die Talsohle erreicht sein sollte.

Nachdem Frankreich in den vergangenen Jahren massgeblich zum Wachstum der Zehnder Group beigetragen hatte und zum bedeutendsten Markt für Zehnder Group avancierte, lagen die Verkaufserlöse im ersten Semester 2004 erstmals leicht unter dem Vorjahr. Der Umsatzrückstand ist hauptsächlich auf Lagerdispositionen bei Kunden zurückzuführen. Die Leitung vor Ort rechnet nicht mit einem vergleichbaren Lagerabbau im zweiten Halbjahr.

In China konnten die Umsatzerlöse in Lokalwährung erneut gesteigert werden. Allerdings resultierte in der Euro-Konsolidierung wegen der Abschwächung der chinesischen Landeswährung ein tieferer Umsatz als in der vergleichbaren Vorjahresperiode.

Im Verlaufe des zweiten Quartals hat sich Zehnder Group an einem deutschen Unternehmen (16 Mitarbeiter) beteiligt. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und verkauft verschiedene Wärmetauscher für den Wohnungsbereich und liefert auch komplette Lüftungsanlagen. Die Beteiligungsnahme erfolgte in Verfolgung der Strategie, die Komfortlüftungen auszubauen und insbesondere die Position im deutschen Markt zu stärken. Im Rahmen dieses Joint venture sollen neue Produkte für die mitteleuropäischen Märkte entwickelt werden. Die Konsolidierung dieser Beteiligung wird keinen bedeutenden Effekt auf die Umsatz- und Gewinnentwicklung 2004 der Zehnder Group haben.

Wegen des erhöhten Umsatzes stiegen die Ertragswerte überproportional an.

Ausblick 2004

Aufgrund der sehr kurzen Durchlaufzeiten zwischen Bestellungseingang und Auslieferung der Produkte sowie wegen des Fehlens eines signifikanten Auftragsbestandes sind Aussagen zur weiteren Entwicklung des Geschäftsgangs generell schwierig. Die Gruppenleitung ist jedoch der Meinung, dass mit den ausgewiesenen Kennzahlen des ersten Halbjahres eine solide Basis für ein gutes Geschäftsjahr 2004 gelegt worden ist (Umsatz 2003: 362,6 Mio. EUR). Zuversichtlich stimmt vor allem die Tatsache, dass das Umsatzwachstum – von wenigen Ländern abgesehen – breiter abgestützt ist als noch zu Jahresbeginn erwartet.

Vorbehältlich ausserordentlicher negativer Ereignisse geht die Geschäftsleitung davon aus, dass der gute Geschäftsgang auch im zweiten Halbjahr 2004 andauern dürfte. Diesbezüglich erinnert die Geschäftsleitung jedoch daran, dass das zweite Semester 2003 umsatzmässig bereits ausserordentlich dynamisch und erfolgreich verlief. Wegen dieser hohen Vergleichsbasis erwartet man für das zweite Semester des laufenden Jahres eher einetiefere Zuwachsrate als im ersten Halbjahr. Somit dürfte das Umsatzwachstum, auf Jahresbasis, unter demjenigen des ersten Semesters 2004 liegen.

Gewisse Risiken ortet die Geschäftsleitung auf der Beschaffungs- bzw. Kostenseite für Energie bzw. Rohmaterialien. Wegen weltweit steigender Nachfrage haben sich Kosten für Stahlprodukte seit dem ersten Quartal des laufenden Jahres massiv verteuert. Dank mehrheitlich festen Einkaufskontrakten haben sich diese Kostensteigerungen nur beschränkt auf den ausgewiesenen Halbjahresgewinn ausgewirkt.

Für das zweite Semester geht man jedoch davon aus, dass die Materialkostensteigerungen die Erfolgsrechnung beeinflussen werden. Allerdings hofft die Geschäftsleitung, die Kostenerhöhungen mittels Preiserhöhungen kompensieren zu können. Angesichts der verzögerten Wirkung von Preisaufschlägen schliesst man jedoch einen kurzfristigen und limitierten, ungünstigen Effekt auf den Betriebsgewinn des zweiten Semesters nicht aus.

Unsicher bleibt auch die weitere Entwicklung in China, wo es wegen des hohen Wirtschaftswachstums und klimabedingt zu lokalen Engpässen in der Energieversorgung gekommen ist. Dies führte unter anderem dazu, dass die Produktionsbetriebe in Beijing behördlich verordnet zu Kurzarbeit übergehen mussten, wovon auch die dortige Joint venture–Gesellschaft betroffen war.

Wegen der erwähnten Unsicherheitsfaktoren glaubt man nicht, dass das zweite Halbjahr ertragsmässig an das Rekordsemesterergebnis des Vorjahres wird anschliessen können. Allerdings ist man zuversichtlich, das Rekordergebnis des Vorjahres (Reingewinn 2003: 28,6 Mio. EUR 1) übertreffen zu können.

René Grieder
Moortalstrasse 1
5722 Gränichen
Schweiz

Chief Financial Officer

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